
Bühnenprogramm
Vorschau meines Bühnenprogrammes 2026

Fluch der Rabenmutter: Tanja Eberle bittet um seelische Aufmerksamkeit
Zwischen LEGO, Hausaufgaben, Erdbeer-Glace und der Ewigkeit: Die hausgemachte spirituelle Philosophin Tanja Eberle räumt in ihrem ersten Bühnenprogramm mit dem Tabuthema Tod auf – humorvoll, skurril und befreiend ehrlich.
Was passiert, wenn eine Sterbebegleiterin, Mutter und Frau mit ausgeprägtem Hang zur Selbstoptimierung beschliesst, das Leben nicht mehr schöner zu reden, als es ist? Es entsteht ein Abend über das grosse Ganze – und über all die kleinen Katastrophen dazwischen.
In „Fluch der Rabenmutter“ nimmt Tanja Eberle ihr Publikum mit auf eine Reise zwischen brennendem iPad, Hausaufgaben, Elternabend, Prüfungsnoten, Bürokratie, Verlust und Trauer. Mit dabei: Egon, ihr personifiziertes Ego, das zuverlässig immer dann auftaucht, wenn niemand nach Optimierung gefragt hat.
Der Tod als Softwareaktualisierung des Lebens
Tanja Eberle ist keine gewöhnliche Sterbebegleiterin. Während die Gesellschaft das Sterben gerne auslagert, holt sie es mitten ins Leben zurück. Mit schwarzem Humor und scharfem Blick zeigt sie, warum der Tod manchmal wie eine radikale Softwareaktualisierung wirkt: Plötzlich werden Prioritäten neu sortiert, unnötige Programme geschlossen und manche Dinge, die vorher riesig erschienen, überraschend klein.
Dabei geht es nicht nur ums Sterben. Es geht ums Weiterleben. Um Trauer, die sich nicht an Regeln hält. Um Momente auf dem Küchenboden. Und um die Frage, was wirklich bleibt, wenn das Leben nicht mehr nach Plan läuft.
Die Rabenmutter fliegt anders
Der Titel ist Programm – aber anders, als man denkt.
Tanja Eberle spielt mit dem gesellschaftlichen Klischee der „Rabenmutter“ und dreht es am Ende um: Vielleicht ist eine Rabenmutter nicht die Mutter, die zu wenig tut. Vielleicht ist sie diejenige, die ihrem Kind etwas zutraut.
Eine Mutter, die nicht jeden Weg freiräumt. Die begleitet, stärkt und auch einmal aushält, dass das Kind selbst eine Lösung finden muss.
Oder anders gesagt: Eine gute Mutter möchte ihr Kind beschützen. Eine Rabenmutter bringt ihm das Fliegen bei.
Mit Geschichten über Panzerzeichnungen, Hausaufgaben-Verhandlungen, Noten, Nutella, Erdbeer-Glace und dem legendären Satz „Mami, chill“ zeigt Eberle, dass Gelassenheit manchmal weniger mit Meditation zu tun hat als mit Loslassen.
Ein Abend über Leben, Tod – und alles dazwischen
„Fluch der Rabenmutter“ ist kein klassisches Kabarett und keine trockene Vorlesung. Es ist eine persönliche, philosophische und sehr humorvolle Solo-Performance über Muttersein, Sterben, Trauer, Erwartungen, Ego und die ziemlich schwierige Kunst, das Leben nicht permanent optimieren zu wollen.
Ein Abend für Menschen, die über das Leben lachen können – gerade weil es endlich ist.
Und vielleicht für alle, die sich gelegentlich daran erinnern müssen:
Mami, chill.
Über Tanja Eberle:
Tanja Eberle ist Erinnerin an das Wesentliche und Gründerin der Stiftung Tanja Eberle. Sie setzt sich seit Jahren für die Enttabuisierung von Sterben und Tod ein und fördert Projekte, die einen bewussten Umgang mit der Endlichkeit ermöglichen. Ihr Ziel ist es, den Tod zurück ins Leben zu holen – mit Herz, Verstand und einer Prise Anarchie.